schwierige Klasse..

Nachdem uns gesagt wurde, dass eine Klasse im zweiten Lernjahr die „schlimmste“ Klasse der Schule sein soll, wollten wir uns außer dem Spanischunterricht auch mal den Deutschunterricht und den Klassenrat dieser Klasse angucken. Am letzten Freitag haben wir den entsprechenden Lehrern Zettel in ihr Fach gelegt, um anzukündigen, dass wir am Montag gerne in ihrer Klasse hospitieren möchten. Einem Teil der Lehrenden war das allerdings zu kurzfristig und zeigte sich uns gegenüber sehr skeptisch. Nachdem wir sie aber überzeugt haben, dass wir nicht da sind, um SIE zu hospitieren und kritisch zu begutachten, sondern eher das Wechselspiel zwischen Klasse und Lehrenden in unserem Interesse liege, durften wir doch hospitieren.

Der Unterricht war nun leider doch sehr langweilig und einschläfernd. Die Adverbien standen auf dem Tagesplan und wurden anhand der Buchs erlernt. Das Frage-Antwort-Spiel war die tragende Unterrichtsform. Die Klasse war allerdings ungewöhnlich ruhig (im Vergleich zum Spanischunterricht). Ob dies nun auf die frühe Stunde oder auf die starke Autorität der Lehrerin zurückzuführen ist, sei dahin gestellt.

Die dritte und vierte Stunde waren wir wieder in unseren 5ten Klasse. Ein großer Plüschpapagei „fragt“ die Schüler nach den Ortspronomina, indem dieser von der Lehrerin an verschiedene Stellen positioniert wurde. Die SuS sind begeistert! Danach folgt ein Tandembogen: Die SuS stellen sich in Partnerarbeit Fragen.

Nach der Stunde gehe ich zur Lehrenden und frage, ob wir demnächst mal ihre Klasse übernehmen können. Und nun bin ich schon in 3 Wochen dran! Ist ja gut, aber auch angsteinflößend..1 Die Tage und der Stundenplan werden das Thema sein. Jetzt muss ich nur noch auf Bücher warten und kann anfangen „kreativ“ zu wirken. Wie bringt man dieses Thema möglichst schülergerecht bei? Welche Sozialform? Wie fange ich die Stunde an? Wie leite ich über und wie wecke ich vor allem Interesse bei den SuS?

Klassenrat in der 6ten bei bei dem Klassenlehrer. Die Stunde wird im Chor eingeleitet mit: Guten Morgen Herr ****. Nachdem wir dem Klassenlehrer fälschlicherweise gesagt haben, dass wir gerne aufgrund der hohen Anzahl an Störungen in der Klasse hospitieren würden, leitete er die Stunde folgendermaßen ein: Heute wollen wir uns doch mal von der Schokoladenseite zeigen. Der Klassenlehrer ist der erste Lehrer, der ein Ruhezeichen verwendet. Er hebt die Hand, sobald es laut wird und wartet darauf, dass auch alle SuS die Hand heben, bis Ruhe herrscht.

Der Klassenrat läuft anders ab, als in der 5ten. Der Klassenlehrer ist der Hauptakteur und bespricht mit den SuS den anstehenden Spendenmarathon. Der Lehrer wirkt autoritär, streng und sehr sarkastisch. Er fordert die SuS durch ironische Aussagen zum Mitdenken auf. Auch wenn er etwas falsch gesagt hat, gibt er das nicht zu, und zeigt auch hier, dass er am längeren Hebel sitzt.

Erst eine viertel Stunde vor Stundenende fängt der „richtige“ Klassenrat an. Zwei SuS stehen an der Tafel und sollen moderieren, zwei weitere sollen Störenfriede zurechtweisen. Die SuS wirken unmotiviert, haben nichts zu loben, nichts zu kritisieren. Die vier aufgabentragenden SuS wollen ihr Amt nicht wirklich haben und wirken so eher demotiviert. Erst nach Nachfragen des Lehrers und genauen Anweisungen können die SuS Lob finden und dieses begründen. Kritik: Englischunterricht ist zu langweilig. Ein Schüler hat die Lehrerin angesprochen, die dann sauer auf ihn war. Deswegen traut er sich nicht mehr.

Störungsintervention:

  •         Pssscht

       Hand heben

              Ihr Idioten

              Lautes Schreien

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    About cathrin

    Das Ganze fing mit einer Studienleistung m Rahmen meines Master of Education an. Aufgabe war: Ein Blog erstellen und Leuten darüber Wissen vermitteln. Ich entschied mich, den Interessierten die Welt der Photographie näher zu bringen. Wie es ja eigentlich auch der Hintergrund eines jeden Lernens sein sollte, band ich mein neues Wissen in meinen Alltag ein. Ich probiere mich nun nicht nur immer mehr an den Neuen Medien als Bestandteil der Wissensvermittlung, sondern auch in der Photographie aus. So versuch ich hier bloggend mein -wenn auch begrenztes- Wissen über die Photographie ("Hinter der Linse") mit dem Stück Welt, wie ich es sehe, zu verbinden.

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